FAQ

 

Wie lang ist die Lebensdauer von Mikrogasturbinen?

Laut Hersteller beträgt die Lebensdauer mindestens 80.000 Betriebsstunden. Die Lebensdauer kann mit Abschluss eines Vollservicevertrages verlängert werden. Nach 8.000 Betriebsstunden werden nur diverse Filter gewechselt, nach 40.000 Betriebsstunden erfolgt einen Generalüberholung des Turbinenkerns.

Welche Betriebsmittel benötigt die Mikrogasturbine?

Da das einzige rotierende Teil - die Turbinenwelle - luftgelagert ist, benötigt die Mikrogasturbine keine Schmier- und Kühlmittel. Wird aber vor der Mikrogasturbine eine Verdichterstation für die Komprimierung des Brenngases auf 5,2 bar benötigt, fallen Betriebsmittel in geringem Umfang an.

Wie oft ist eine Wartung fällig?

Durch den geringen Verschleiß fallen alle 4.000 Betriebsstunden Wartungsarbeiten an, die nur einen ½ Arbeitstag in Anspruch nehmen. Dadurch werden die Stillstandzeiten der Anlage gering gehalten.

Wie hoch ist der elektrische Wirkungsgrad einer Mikrogasturbine?

Der elektrische Wirkungsgrad im Leistungsbereich bis 65 kW liegt bei 29% (bezogen auf den unteren Heizwert). Ab 200 kW elektrischer Leistung erhöht sich der elektrische Wirkungsrad auf 33%. Aufgrund der fehlenden Schmiermittel und dem Fehlen der mechanischer Reibung sind fast keine Veränderung der elektrischen Effizienz über die Lebensdauer zu erwarten.

Sind Mikrogasturbinen im Teillastbereich gut einsetzbar?

Ja. Mikrogasturbinen KWK-Anlagen sind vielseitig bei Voll‐ und Teillast einsetzbar, denn auch im Teillastbetrieb weisen die Mikrogasturbinen nur geringe elektrische Wirkungsgradverluste auf. Dies liegt daran, dass zur Synchronisation mit dem Stromnetz nicht wie bei Motoren üblich mechanische Bauteile benötigt werden. Die sich schnell drehende Mikrogasturbine erzeugt einen hochfrequenten Wechselstrom, der erst gleichgerichtet und danach - wie bei einer Photovoltaikanlage - über einen Wechselrichter ins Stromnetz eingespeist wird. Bereits Sekunden nach der Zündung in der Brennkammer beginnt die Anlage mit der Stromeinspeisung.

Warum hat die Mikrogasturbine gegenüber einem Gasmotor niedrige Emissionswerte?

Das Brenngas verbrennt in der Brennkammer mit einem sieben- bis achtfachen Überschuss an Luft. Der Luftüberschuss sorgt für eine komplette Verbrennung des Brenngases und verringert damit die Bildung von Kohlenstoffmonoxid (CO) und Formaldehyd (CH2O) im Abgas. Während viele BHKW-Aggregate aufwändig mit Katalysatoren, Aktivkohlefilter oder thermischer Abgasnachbehandlung nachgerüstet werden müssen, um den Anforderungen des Gesetzgebers gerecht zu werden, zeichnen sich Mikrogasturbinen durch hervorragende Umweltwerte aus, die deutlich unter den Vorgaben der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) liegen. Das saubere Abgas kann unter anderem für direkte Trocknungsprozesse effizient genutzt werden.

Wie hoch ist der minimale Methangehalt?

Schon ab einem Methangehalt von 35 % ist die Mikrogasturbine funktionsfähig.

Kann ich die Mikrogasturbine auch bei einem Schwefelgehalt einsetzen?

Ja. Gegenüber einem Gasmotor ist die Mikrogasturbine bis 2.500 ppm Schwefelwasserstoff (H2S) unempfindlich.

Warum darf kein Wasser in die Mikrogasturbine gelangen?

Die rotierende Komponente ist auf einer luftgelagerten Welle montiert, die sich mit einer Nenndrehzahl bis 96.000 Umdrehungen pro Minute dreht. Wenn Wasser in flüssiger Form auf die rotierende Turbineschaufeln schlägt, ist es wie ein „Beschuss mit Munitionen“ im Innenraum der Mikrogasturbine. Dies hat gravierende Folgen für das Aggregat. Somit muss der Brennstoff vor dem Eintritt in die Mikrogasturbine gekühlt werden, um das Wasser auszuscheiden.